Lichtwandern

.......................................................................… eine besondere Art der Fotografie

An dieser Stelle möchte ich Ihnen das „Lichtwandern“  nach Art des Düsseldorfer Künstlers „Richart Art(der)Sicht“ vorstellen.
Selbst erlernte ich die Grundlagen auf einem seiner Workshops und bin seitdem mit dem Virus „Lichtwandern“ infiziert. Zurzeit versuche ich meine Kenntnisse weiter zu perfektionieren und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Ich möchte Ihnen in dem folgenden Bericht mehr zur Ausrüstung und Technik zum Thema „Lichtwandern“ erzählen und Interessierten auch einige Tips geben.
Auch Informationen und Termine zu „Workshops“ werden Sie auf dieser Seite finden.
An dieser Stelle vielen Dank an „Richart“ der mich zu dieser „Schreibarbeit“ inspiriert hat.

Ursprung
Das Lichtwandern hat seinen Ursprung in der Industriefotografie - Kunde und Industriefotograf profitieren in dieser Kategorie wie in kaum einem anderen Bereich von dieser Art der Fotografie. Vor noch nicht allzu langer Zeit fotografierte man Maschinen analog mit Kunstlicht bei Nacht, zwei Personen schüttelten ein riesiges weißes Tuch, um einen gleichmäßigen Hintergrund zu erhalten, zwei andere liefen in schwarze Tücher gehüllt mit Scheinwerfen an der Maschine entlang, um diese gleichmäßig auszuleuchten. Es folgte die Zeit der Blitzlichtfotografie, allerdings immer noch analog. Bestimmte Filmmaterialien wurden als Geheimtipp gehandelt, da sie das grüne Licht der Neonröhren neutral wiedergaben, an dem Verlauf eines Reflexes auf einer Stahlröhre wurde stundenlang herumgeleuchtet, bis dieser durchgängig verlief. Heute im digitalen Zeitalter dagegen schätzt der Industriefotograf in Sekundenschnelle ab, ob man ein Problem durch das Rücken von Scheinwerfern (dem Lichtwandern), bzw. durch eine weitere Lichtquelle löst.

Ausrüstung
Zum Lichtwandern benötigt man eigentlich nicht viel. Eine Fotokamera, mit der man idealerweise bis zu 30 Sekunden belichten kann, ein Stativ und verschiedene Taschenlampen mit selbst gebastelten Lichtformern reichen schon für den Anfang. Auch Tageslichtlampen, ein ausgedienter Aufsteckblitz oder andere Lichtquellen, die man per Hand bedienen kann, können beim Lichtwandern eingesetzt werden. Für feinere und kleinere Arbeiten eignet sich auch ein Laserpointer.
Ich persönlich arbeite mit „Maglite“ und "LED Lenser" Taschenlampen weil man hier zusätzlich noch den Lichtkegel verändern kann. Des Weiteren kommen zwei kleinere LED Taschenlampen und ein Laserpointer sowie ein Aufsteckblitz zum Einsatz.

Taschenlampen und Lichtformer
Die Taschenlampen sind mit selbstgebastelten Lichtformern, oder auch Lichtvorsatz genannt, ausgerüstet. Die Lichtvorsätze bestehen in meinem Fall aus Aluminiumröhrchen oder aus Kabelrohr (Kunststoff) aus dem Baumarkt. Der Innendurchmesser sollte ein paar mm mehr betragen als der Außendurchmesser der Taschenlampe. Die Länge muß an jede Taschenlampe individuell angepaßt werden. Der Lichtvorsatz der Taschenlampe sollte so lang sein das kein Streulicht mehr vorhanden ist.
Die Lichtvorsätze werden nach dem Anpassen an die Taschenlampe mit schwarzem Isolierband umwickelt damit sie nachher auf den Fotos nicht zu sehen sind. Da es in den Abendstunden öfters zu feuchter Luft kommt sind alle Taschenlampen und Lichtformer für den Outdoor Einsatz geeignet.

   
Led Lenser P5, 110 Lumen, Reichweite ca. 130m. Kegel verstellbar, wird fast nur Outdoor eingesetzt.   Led Lenser P7, 220 Lumen, Reichweite
ca. 250m. Schiebezoom zum Einstellen
des Kegels, in 2 Lichtstärken schaltbar
  Maglite Mini, Farbtemperatur Warmlicht,
Vorsatz aus Aluminium, Out- und Indoor einsetztbar.

   
Hier die Maglite Mini mit aufgestecktem Lichtvorsatz   Mini LED aus dem Baumarkt, Farbtemperatur Kaltlicht,Lichtvorsatz aus Aluminium, wird für die "Feinarbeiten"
eingesetzt.
  Mini LED mit aufgestecktem Lichtvorsatz
   
Maglite Premium, Farbtemperatur Warmlicht. Der Riese kommt zu 90 Prozent outdoor zum Einsatz.   Lichtformer aus Signalaufsatz für Maglite Premium. Dieser kann für kleines Geld im Internet bei der Fa. MAglite aus Zubehör erworben werden   Lichtformer mit "beschädigter" Spitze.
     
3LED Leuchte, Farbtemperatur Kaltlicht, Lichtkegel nicht verstellbar, Vorsatz aus Kunststoff, Out- und Indoor einsetztbar.
Blinklichtfunktion
  Wenn wie in Abb.9 an den Lichtformern schon mal die Farbe abblättert kann man diese mit einem Permanentmarker "reparieren". Dieser sollte in keiner Lichtwandernausrüstung fehlen.    

Bau eines Lichformers/Lichtvorsatz
Hier möchte ich Ihnen nun den Bau eines sogenannten Lichtformers/Lichtvorsatz demonstrieren.
Das Ganze an meiner von mir favorisierten Lampe, der Led Lenser P7.

   
Led Lenser P7   Zunächst benötigt man ein einfaches Kunststoffrohr das im Durchmesser etwas größer sein sollte als der Umfang der jeweiligen Taschenlampe. Kunststoffrohr bekommt man in jedem Werkzeugmarkt. Oder Reststücke bei Handwerken besorgen.   Als nächstes kürzt man das Rohr mit einer Metallsäge auf die passende Länge ein. Es sollte so lang sein das kein Streulicht mehr entsteht. Also, vorher genau abmessen.
   
Anschließend entfernt man mit einer Feile den entstandenen Kunststoffgrat und schleift die Kanten eventuell mit feinem Schleifpapier noch etwas nach.   Dann sollte man die Ränder mit Permanentmarker schwarz malen.   Zum Schluß wird der selbstgebaute Lichtvorsatz mit schwarzem Isolierband umwickelt damit er nicht im Dunkeln reflektiert und auf den Fotos nicht zu sehen ist. Auf die Lampe aufsetzen und fertig.


Viel Spaß beim nachbauen ;-)

Fortsetzung folgt! Also, es lohnt sich wieder mal vorbei zu schauen!! ;-)



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